Heftigste Sturmflut seit zehn Jahren erreicht deutsche Ostseeküste

Symbolfoto: © J .Bredehorn | pixelio.de
Symbolfoto: © J .Bredehorn | pixelio.de
Am Mittwochabend wurden Wasserstände von mehr als 1,40 Meter über Normal gemessen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erwartet in der Nacht zu Donnerstag Höchststande von bis zu 1,50 Meter über Normal an der gesamten Ostseeküste. Dieser Wert entspricht einer schweren Sturmflut. Es handelt sich um die schwerste Sturmflut seit zehn Jahren. Durch das Sturmtief „Axel“ steigt seit Mittwochmorgen stetig das Wasser. In Mecklenburg Vorpommern hat sich die Situation am Mittwochabend zugespitzt, weil das Hochwasser höher als erwartet auflief. In Warnemünde lag der Wasserstand gegen 20.30 Uhr bei 1,53 Meter und in Wismar sogar bei 1,76 Meter. Dort sind bereits Keller vollgelaufen und die Feuerwehr ist im Einsatz. Auf den Ostseeinseln Rügen und Usedom überspülten die Wellen die Strände bis zu den Dünen. Seebrücken wurden zur Sicherheit gesperrt. Der Fähranleger an der Seebrücke in Binz wurde vorsorglich gesperrt. Der Fährverkehr zwischen Rügen und Hiddensee wurde eingeschränkt. Größere Schäden waren bis 20 Uhr nicht bekannt.

Anwohner sicherten in den Ostseestädten ihre Häuser und Geschäftsräume mit Sandsäcken. Erwartet wird, dass zahlreiche Strände überspült werden und hafennahe Bereiche in Ostseestädten unter Wasser gesetzt werden. Die Feuerwehr rief die Menschen auf ihre Autos auf Parkplätzen in Wassernähe wegzufahren.