239 Schutzsuchende sind vor der libyschen Küste ertrunken

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de
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Im Mittelmeer hat sich eine weitere Flüchtlingskatastrophe ereignet. Die Vereinten Nationen (UN) teilten mit, dass 239 Schutzsuchende im Mittelmeer vermisst werden, unter ihnen auch zahlreiche Frauen und Kinder. Bisher wurden zwölf Leichen, darunter auch Kinder, aus dem Wasser gezogen. Zwei Schiffe waren in der Nacht zu Donnerstag im Mittelmeer verunglückt. Lediglich 31 Passagiere überlebten von den beiden betroffenen Schiffen die Havarien und konnten in der Nacht zu Donnerstag in Lampedusa an Land gebracht werden. Die Suche nach den Vermissten, 25 Kilometer vor der libyschen Küste, gestaltet sich aufgrund von schlechtem Wetter als schwierig, teilte die Küstenwache mit. Die meisten Überlebenden stammen aus Guinea.

Im Mittelmeer ertrinken immer wieder Schutzsuchende bei den lebensgefährlichen Versuchen nach Europa zu gelangen. In diesem Jahr starben bisher, offiziellen UNO-Angaben zufolge, mindestens 3.800 Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer. Im gesamten letzten Jahr gab es 3.771 Tote. Obwohl sich die Anzahl an Schutzsuchenden, die Europa über den Seeweg erreichen wollen, im laufenden Jahr halbiert hat, ist die Anzahl an Todesfällen gestiegen.