Mittelitalien: Schwerstes Erdbeben seit 1980 erschüttert die Region Marken

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Italien kommt zur Zeit nicht zur Ruhe. Nach zwei starken Erdbeben am vergangenen Mittwoch kam es am Sonntagmorgen gegen 7.40 Uhr zu einem weiteren Erdbeben in Mittelitalien. Es handelte sich um das stärkste Erdbeben in Italien seit 1980 in der Region Irpinia in Kampanien. Südöstlich von Perugia richtete das Beben schwere Schäden an, Tote seien jedoch nicht zu beklagen, teilte der nationale Zivilschutz mit. In der Region rund um Marken werden zehntausende Obdachlose befürchtet. Die Anzahl derer die Hilfe benötigen kann auf bis zu Hunderttausend ansteigen, sagte der Präsident der Region am Sonntag. Zur Stunde befinden sich mindestens 15.000 Menschen ohne Strom. Außerdem kommt es zur Zeit zu Schwierigkeiten mit der Trinkwasserversorgung. Auch Telefonleitungen wurden in dem betroffenen Gebiet unterbrochen. Das neue Erdbeben war in fast ganz Italien zu spüren. Auch in der Hauptstadt Rom schwankten Gebäude.

Die Erdstöße am Sonntagmorgen hatten eine Stärke von 6,5 auf der Richterskala. Das Epizentrum des Bebens lag in der Stadt Norcia, in 10 Kilometern Tiefe. Hier gab es schwere Zerstörungen, zahlreiche Häuser sind eingestürzt. In dieser Stadt sind nur Teile der Basilika San Benedetto aus dem 14. Jahrhundert sowie der Kathedrale Santa Maria Argentea stehengeblieben. Es handelt sich bei Norcia um eine mittelalterliche Stadt. Das erneute Erdbeben ist eine Folge aus dem schweren Erdbeben, das sich im Sommer rund um Amatrice ereignete.

Erst am Mittwochabend erschütterten zwei starke Erdstöße die Region. Ein Mann kam ums Leben. Er starb an den Folgen eines Herzinfarkts. Es gab mehrere Verletzte. Viele Menschen haben alles verloren. Der Kirchturm in Amatrice hatte die vorherigen Erdstöße alle überstanden und ist am Sonntag eingestürzt. Die italienische Regierung bezifferte die Schäden zuletzt auf mindestens vier Milliarden Euro. Mittelitalien gehört in Europa zu den Regionen, die am häufigsten von schweren Erdbeben heimgesucht werden.