Vor Waangerooge: Inselfähre mit 286 Menschen an Bord steckt im Watt fest

Symbolfoto: © burntimes.com

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Bei ungewöhnlich niedrigem Wasserstand ist die Inselfähre „Harlingerland“ am Montagnachmittag auf dem Weg zum Anleger in Harlesiel im Watt stecken geblieben. Rund zwei Kilometer vom Fähranleger Wangerooge entfernt sitzen seit dem Nachmittag 286 Menschen fest. Gegen 23 Uhr soll ein Freischleppversuch unternommen werden. Dann ist der Wasserstand wieder höher und die Inselfähre kann eventuell sogar aus eigener Kraft weiterfahren. Ein erkrankter Fünfjähriger wurde gemeinsam mit seinem Vater zwischenzeitlich von Einsatzkräften der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DgzRS) zurück zur Insel gebracht. Die Seenotretter selbst konnten aufgrund des niedrigen Wasserstandes selbst mit ihrem Beiboot, der „Wilma Sikorski“, Harlesiel nicht anlaufen. Auf der Insel wird der Landrettungsdienst entscheiden, ob der Fünfjährige auf das Festland geflogen wird.

Passagiere und Besatzung blieben bis in die Nacht hinein an Bord. Die Inselfähren sind für ein mögliches Trockenfallen ausgelegt, sodass keine Gefahr besteht. Die Deutsche Bahn hat den festsitzenden Passagieren zugesagt, dass die Übernachtungskosten für Kunden, die mit der Bahn weiterreisen wollten, übernommen werden.