Explosion bei BASF in Ludwigshafen: Zwei Tote und fünf Vermisste

Symbolfoto: © burntimes
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Am Montagvormittag hat sich um 11.20 Uhr ein Chemieunfall bei BASF in Ludwigshafen ereignet. Die schwere Explosion hat sich nach den Arbeiten an einer Rohrleitungstraße im sogenanntem Landeshafen Nord ereignet. Mindestens zwei Personen kam ums Leben und fünf weitere werden noch vermisst. Außerdem teilte das Chemieunternehmen mit, dass sechs Menschen schwer verletzt wurden. Wodurch genau die Explosion ausgelöst wurde, ist noch unklar. An der Rohrleitungsstraße werden brennbare Flüssigkeiten unter hohem Druck in verflüssigte Gase umgeschlagen.

Die Bevölkerung in Ludwigshafen und Mannheim wurde nach der Explosion vor der Rauchwolke gewarnt und aufgefordert Fenster und Türen geschlossen zu halten. Autofahrer wurden aufgefordert den Bereich rund um BASF weiträumig zu umfahren. Am Montagabend war das Feuer zwar unter Kontrolle, konnte jedoch noch nicht vollständig gelöscht werden. Aus Sicherheitsgründen wurden am Montagabend insgesamt 14 Anlagen heruntergefahren. Dabei bildeten sich Fackeln, weil chemische Stoffe in Leitungen verbrannt wurden. Die Umweltministerin von Rheinland-Pfalz teilte mit, dass der Schutz der Angestellten, der Bevölkerung und der Umwelt höchste Priorität hat.

Die Feuerwehr sucht auch zur Stunde weiter nach den Vermissten. Insgesamt waren zeitig mehr als 160 Feuerwehrleute an der Einsatzstelle. Außerdem befindet sich der Rettungsdienst und Notfallseelsorger im Einsatz.

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) sprach den Angehörigen des Todesopfers und den bangenden Angehörigen der Vermissten seine tiefe Anteilnahme aus. Die Koalitionsfraktionen des rheinland-pfälzischen Landtags planen eine Sondersitzung. Dabei sollen die zuständigen Ausschüsse darüber beraten, wie es zu dem Vorfall kommen konnte und welche Folgen dieser für Menschen und Umwelt in der Region hat.