Hoboken/New York: Schweres Zugunglück mit über 100 Verletzten und mindetens einem Todesopfer

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de
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In Hoboken bei New York hat sich am Donnerstagmorgen um 8.45 Uhr (Ortszeit) ein schweres Zugunglück ereignet. Mindestens ein Mensch kam dabei ums Leben und 108 weitere wurden zum Teil schwer verletzt, teilte der Gouverneur von New York mit. Das Unglück ereignete sich im morgendlichen Berufsverkehr. In dem verunglückten Zug befanden sich rund 250 Menschen. Zur Stunde kann noch nicht gesagt werden, ob noch weitere Personen im Zug eingeschlossen sind. Nach dem Unglück wurde der Zugverkehr komplett eingestellt. Augenzeugenberichten zufolge raste der Pendlerzug, mit der Nummer 1614, ungebremst in den 109 Jahre alten Bahnhof der Stadt Hoboken. Bei dem betroffenen Bahnhof handelt es sich um einen sogenannten Kopfbahnhof. Der Zug kam nicht zum Stehen, sondern raste über den Prellbock hinaus und riss Pfeiler um und kam erst im Wartebereich des Bahnhofs zum Stehen. Zahlreiche Passagiere gerieten anschließend in Panik und schlugen die Waggonfenster ein und kletterten zum Teil aus dem Zug heraus. Ein Teil der Decke des Bahnhof stürzte ein. Der gesamte Bahnhof ist nach Angaben der Polizei einsturzgefährdet. Die Unglücksursache ist noch unklar. Ebenfalls unklar ist mit welcher Geschwindigkeit der Zug in den Bahnhof eingefahren war.

Der Bahnhof von Hoboken ist einer der meist frequentierten im Umkreis von New York. Mindestens 15.000 passieren an Werktagen den Bahnhof.

In den USA sind noch nicht alle Züge mit einer automatischen Bremsvorrichtung ausgestattet. Der verunglückte Zug verfügte nicht über solch eine Vorrichtung. Die Frist für die Bremsvorrichtung wurde in den USA immer wieder verschoben und zuletzt auf den 31.12.2018 verschoben.