Aleppo/Syrien: Russland erklärt sich zu Feuerpause bereit

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Russland hat sich am Donnerstagabend dazu entschlossen, dass es in der stark umkämpften syrischen Stadt Aleppo eine Feuerpause geben wird. Diese soll 48 Stunden andauern. Die Hilfskonvois können die Stadt schon seit einem Monat nicht mehr anfahren, sodass die humanitäre Lage dort katastrophal ist. Die Gebiete Madaja, Sabadani, Foah und Kafraja wurden seit 110 Tagen nicht mehr beliefert. Aufgrund der andauernden Kämpfe konnten die Hilfskonvois ihre Ziele nicht erreichen, sodass dringend benötigte Lebensmittel und Medikamente nicht ankamen. Die Hilfskonvois sollen in der nächsten Woche in Begleitung von syrischen Regierungstruppen in die Stadt fahren.

Die Lieferungen könnten demnach aber frühestens in der nächsten Woche beginnen, hieß es am Donnerstagabend. Die von den Rebellen gehaltenen Gebiete im Osten der Stadt werden von Gaziantep in der Türkei beliefert. Die exakten Termine der Hilfslieferungen werden mit den Vereinten Nationen (UN) abgestimmt. Die UN fordern jede Woche eine 48-stündige Feuerpause für die rund 1,5 Millionen eingeschlossenen Zivilisten. Erst vor Kurzem hatte der russische Außenminister Lawrow in einem Gespräch mit Außenminister Steinmeier eine Feuerpause in Aleppo strikt abgelehnt. Seit dem Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011 starben hunderttausende Menschen.