Die Anzahl der Kinderehen in Deutschland nimmt zu

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Es gibt seit 2015 wieder mehr Kinderehen in Deutschland. Dieses liegt an den Schutzsuchenden, die teilweise in ihren Herkunftsländern zwangsverheiratet worden sind. Diese Kinder brauchen den Schutz des Rechtsstaates, teilte die Union mit. Im vergangenen Jahr heirateten über 1.000 minderjährige Mädchen. Die Dunkelziffer ist noch deutlich höher. Das Bundesjustizministerium kündigte an, dass am 5. September eine Arbeitsgruppe gegründet wird, die sich mit dem Thema beschäftigten wird. Nach deutschem Recht sollen Ehen nicht vor der Volljährigkeit geschlossen werden. Ausnahmen sind bisher nur ab dem vollendeten 16. Lebensjahr mit der Einwilligung der Eltern möglich. Der deutsche Kinderschutzbund forderte ein striktes Mindesheiratsalter von 18 Jahren. Die Bundesländer drängen auf eine schnelle Lösung, für die im Ausland geschlossenen Ehen.

Rainer Wendt, der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, sagte in der „Welt am Sonntag“: „Es sind keine Ehemänner, sondern oft Kinderschänder, die bestraft werden müssen.“