Sicherheitslücke bei Funkfernbedienungen: 100 Millionen Autos betroffen

Symbolfoto: © burntimes.com

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Forscher aus Bochum und Birmingham haben die Funkfernbedienungen für Autos von 15 verschiedenen Herstellern, wie unter anderem von Volkswagen (VW), Opel, Ford und Fiat geknackt. Die Sicherheitslücke soll weltweit 100 Millionen Autos betreffen. Besonders stark sind VW-Fahrzeuge ab dem Baujahr 1995 betroffen. Die Funkfernbedienung sendet per Knopfdruck ein Signal an den Wagen. Dort angekommen wird es entschlüsselt und der Befehl „Tür öffnen“ oder „Kofferraum öffnen“ ausgeführt. Bei VW-Fahrzeugen gelang es den Forschern das kryptographische Funksignal auszuwerten und die Funktion des Schlüssels zu reproduzieren. Der Vorgang dauert weniger als eine Sekunde. Ein einziges Mitschneiden des Funksignals der Fernbedienung reicht demnach schon aus. Diese Sicherheitslücke geht auf einen Fehler bei Volkswagen zurück. Die Schwierigkeit liegt darin, dass der Volkswagen-Konzern in den letzten 21 Jahren nur eine Handvoll verschiedene kryptographische Funksignale in seine Schlüssel einprogrammierte. Die Forscher hatten VW bereits im November 2015 über die Sicherheitslücke unterrichtet. Ein Sprecher von VW sagte lediglich, dass die neusten Generationen von Golf, Tiguan, Touran und Passat nicht von der Sicherheitslücke betroffen sind. Ob alle anderen Modelle betroffen sind, ließ er offen.

Die Polizei teilte mit, dass gegen einen Autodieb bereits ermittelt wird, der die angesprochene Sicherheitslücke ausgenutzt hat, um Autos zu stehlen.