Neue Erkenntnisse zu den Anschlägen in Ansbach und Würzburg: Täter hatten Kontakte nach Saudi Arabien

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de
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Die genauen Hintergründe der Anschläge in Ansbach und Würzburg sind noch unklar, dennoch gibt es neue neue Erkenntnisse. Eine Spur führt nach Saudi Arabien. Recherchen des „Spiegels“ zufolge hatten beide Attentäter Kontakt zu Mitgliedern der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS), unter anderem in Saudi Arabien. Ebenfalls bekamen beide Männer bis kurz vor dem Attentat Anweisungen aus dem Nahen Osten. Ein IS-Kontaktmann schlug dem Würzburg-Atemtäter vor mit einem Auto in eine Menschenmenge zu rasen. Dieses lehnte der 17-Jährige ab, mit der Begründung noch nicht im Besitz eines Führerscheins zu sein. Der aus Afghanistan stammende Jugendliche kündigte daraufhin an, dass er in einen Zug einsteigen und die erstbesten Fahrgäste angreifen und töten wird. Mindestens 21 Menschen wurden dabei von dem 17-Jährigen mit einer Axt und einem Messer angegriffen und drei von ihnen schwer verletzt. Der Täter wurde von der Polizei erschossen.

Aus den Chatprotokollen geht auch hervor, dass der Anschlag in Ansbach, den ein 27-jährige Syrer ausführte, anders verlief als geplant. Der Syrer hat sich demnach aus Versehen in die Luft gesprengt. Ursprünglich wollte er den Sprengstoffrucksack in einer Menschenmenge auf dem Veranstaltungsgelände abstellen. Kurz vor Tat forderte der IS-Chatpartner den Syrer auf alles zu filmen. In den Chats war auch die Rede von mehreren weiteren Taten. Die Kommunikation endete erst unmittelbar vor dem Anschlag. Bei dem Bombenanschlag sind 15 Menschen zum teil schwer verletzt worden.