Der Fernbus-Anbieter Postbus geht an FlixBus: Grün führt den Fernbusmarkt an

Symbolfoto: © burntimes.com

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FlixBus will mit der Übernahme von Postbus seine Marktführung ausbauen und den Parallelverkehr weiter reduzieren. Es sollen Gewinne erzielt werden. Das könnte zu einem Anstieg der Fahrpreise führen. Das Unternehmen teilte jedoch mit, dass es zunächst zu keinen Preisanstiegen kommen wird. Der Fahrgastverband Pro Bahn teilte unterdessen mit, dass es längerfristig zu einem Anstieg der Preise kommen muss, weil sonst kein Geld verdient werden kann, sondern höchstens eine schwarze Null gehalten wird. Die Deutsche Bahn ist mit ihrem Berlin-Linien-Bus der Verlierer des Deals. Die Bahn hat dadurch lediglich noch einen Marktanteil von 14 Prozent.

Fernbus will anstelle einer Preiserhöhung auf eine höhere Anzahl an Fahrgästen setzen. Nach der Liberalisierung im Jahr 2013 stiegen zunächst zahlreiche Anbieter in das Fernbusgeschäft ein. Die meisten von denen gibt es heute nicht mehr. Sie wurden von FlixBus übernommen oder sind pleite gegangen. Am Mittwoch wurde bekannt, dass auch die Deutsche Post mit ihrem Postbus aufhört und von den grünen FlixBussen übernommen wird. Damit hat die Nummer eins im Fernbusmarkt die Nummer zwei übernommen.

Das Ziel, das FlixBus durch die Übernahme verfolgt ist es, auch kleinere Städte mit 20.000 bis 30.000 Einwohnern zu bedienen. Inzwischen fahren die grünen Busse 900 Orte in 20 Ländern an. Durch die Übernahme von Postbus sind noch einmal 120 neue Ziele hinzugewonnen. FlixBus will die Streckennetze nun zusammenführen und gewinnbringend vermarkten. In Städten wie Bremerhaven ist der Fernbus der einzige Anschluss an den öffentlichen Fernverkehr.