Krieg in Syrien: Russischer Hubschrauber wurde in Aleppo abgeschossen

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de
Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de
Auf dem Rückflug von einem humanitären Einsatz wurde ein russischer Transporthubschrauber vom Typ Mi-8 abgeschossen. Alle fünf Insassen kamen bei dem Absturz ums Leben. Der Hubschrauber wurde für die Menschen eingesetzt, die in der umkämpften Stadt Aleppo eingeschlossen sind. Die Stadt ist komplett abgeriegelt und dort sitzen zur Zeit 300.000 Menschen fest. Rebellen wollen die Umlagerung der Stadt durch die Regierungstruppen des Assad-Regimes durchbrechen und haben eine neue Offensive gestartet. Das Ziel der Rebellen ist es, Versorgungsrouten zu öffnen. Zur Zeit halten die syrischen Regierungstruppen alle Zufahrtswege gesperrt, sodass niemand in die Stadt kommt oder sie verlassen kann. Die Menschen haben Angst und fürchten um ihr Leben. Bisher hat sich niemand getraut Aleppo zu verlassen, da die Assad-Truppen auch auf flüchtende Zivilisten schießen. Dadurch gelangen auch keinerlei Hilfslieferungen mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten in die Stadt. Es ist eine humanitäre Katastrophe.

Am Sonntag ereigneten sich zwei Autobomben-Explosionen gegen die Stellungen der Regierungstruppen, bestätigte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die gültige Waffenruhe wurde in Teilen des Landes längst gebrochen. In der Stadt Aleppo wird seit mehr als fünf Jahren gekämpft. Millionen Menschen sind bereits vor dem Leid geflüchtet. Nach dem Fall der Stadt Homs wurde den Rebellen freies Geleit garantiert. Dennoch verschwanden hunderte Männer bis heute spurlos.