Terror in Nizza: Zahl der Todesopfer steigt auf 84

Symbolfoto: © burntimes
Symbolfoto: © burntimes
Symbolfoto: © burntimes
Am französischen Nationalfeiertag, am Donnerstagabend, raste ein weißer LKW durch die feiernde Menschenmenge in der Hafenstadt Nizza. Mindestens 84 Menschen starben und 18 wurden schwer verletzt. Unter den Opfern befinden sich auch mehr als zehn Kinder. Die Amokfahrt des 31-jährigen LKW-Fahrers konnte erst nach zwei Kilometern beendet werden. Der LKW fuhr durch die Menschenmenge auf der bei Touristen beliebten Uferstraße an der Promenade des Anglais. Es brach Panik aus. Die Polizei erschoss den Fahrer schließlich. Bei ihm handelt es sich um einen 31 Jahre alten franko-tunesischen Mannes mit Wohnsitz in Nizza. Der französische Präsident Hollande sagte, dass es bisher keine Indizien dafür gibt, dass es mehrere Täter gab. Gleichzeitig kündigte er an, dass der Ausnahmezustand in Frankreich, der am 26. Juli beendet werden sollte, um drei weitere Monate verlängert wird. „Ganz Frankreich ist vom islamistischen Terrorismus bedroht“, sagte Hollande. Unklar ist noch, ob die Menschen nicht nur umgefahren, sondern auch noch beschossen worden sind. In dem 19-Tonnen schweren Lastwagen wurden eine Waffenattrappe sowie eine funktionsunfähige Handgranate gefunden. Das Tatfahrzeug, der weiße LKW, wurde vor einigen Tagen in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur gemietet.

Möglicherweise befinden sich auch Deutsche unter den Opfern des Anschlags. Eine Berliner Schulklasse verbrachte ihre Abschlussfahrt zum Zeitpunkt des Anschlags in Nizza.

Frankreich ist wiederholt das Ziel eines Anschlags geworden. Im vergangenen Jahr starben am 23. November bei islamistischen Anschlägen in Paris 149 Menschen (wir berichteten).