Balkanroute ist nach wie vor geschlossen: Zehntausende Flüchtlinge sind ausgesperrt

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft | pixelio.de
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Die Balkanroute ist nach wie vor geschlossen. Mehr als 50.000 Schutzsuchende sitzen in Griechenland, Italien und den Balkanländern fest. In den inoffiziellen Unterkünften herrschen chaotische und katastrophale Zustände, teilte die Hilfsorganisation Caritas am Donnerstag mit. Durch die Schließung der Balkanroute sank die Zahl der ankommenden Flüchtlinge beispielsweise in Deutschland drastisch. Die Krise schien damit zunächst beendet worden zu sein. Aber nur weil die Anzahl der ankommenden Flüchtlinge reduziert worden ist, ist die Krise längst noch nicht beendet. Die Hilfsorganisation Caritas warnte am Donnerstag jedoch, dass die Menschen vergessen werden, die sich noch immer auf der Balkanroute befinden und nicht weiter kommen. Der Präsident von Caritas beklagte, dass mehrere Milliarden Euro für die Versorgung und Abwehr von Flüchtlingen an die Türkei gezahlt werden und die südlichen Länder auf der Strecke bleiben und mit den Schwierigkeiten alleingelassen werden. Die meisten Länder in Südosteuropa – entlang der Balkanroute – sind komplett überfordert. Viele Schutzsuchende trauen sich nicht in die offiziellen Unterkünfte zu gehen, weil sie Angst haben von dort, aus Europa abgeschoben zu werden. Die größte Schwierigkeit in den improvisierten Lagern ist die Versorgung der Schutzsuchenden.

Die Schließung der Balkanroute hat außerdem dazu geführt, dass wieder mehr Schutzsuchende den gefährlichen Weg über das Mittelmeer antreten.