Drohende Abschiebungen: Flüchtlinge besetzen den Dom in Regensburg

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de
Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)    | pixelio.de
Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de
Am Dienstagvormittag haben Asylsuchende aus Balkan-Ländern, wie Mazedonien, Kosovo, Montenegro und Bosnien, im Regensburger Dom ein Protestlager aufgeschlagen und den Dom besetzt. Die betroffenen Menschen sollten am Dienstag mit dem Flugzeug abgeschoben werden. Die katholische Kirche entschied sich dazu, die 40 Roma-Flüchtlinge zu unterstützen. Sie dürfen im Dom bleiben und werden humanitär versorgt. Es ist zur Zeit noch unklar, wie lange die Asylsuchenden in dem Dom bleiben können. Das Domkapitel beriet und teilte anschließend mit: „Wir tun als Kirche, was wir als Kirche tun können. Der Rest ist eine politische Angelegenheit.“ Die Asylsuchenden waren sehr erfreut über die Unterstützung der katholischen Kirche. Sie werden die Nacht in einem Vorraum der Kirche verbringen, sagte der Bistumssprecher. Die Malteser werden die Asylsuchenden betreuen und ihnen Essen sowie Getränke zur Verfügung stellen. Offizielles Kirchenasyl wurde bisher noch nicht ausgesprochen. Das Bistum teilte am Dienstagabend mit, dass die Lösung nur für die Nacht zu Mittwoch Gültigkeit hat.

Die Asylsuchenden hoffen nun, dass sie in Deutschland bleiben dürfen, Wohnungen erhalten und ihren Kindern Schulplätze zur Verfügung gestellt werden. Der Protest der Asylsuchenden wurde in den letzten Tagen organisiert und begann am Dienstagvormittag. In der proteststierenden Gruppe befinden sich zahlreiche Kinder, das jüngste ist gerade mal einen Monat alt. Die Länder, aus denen die Asylsuchenden stammen, wurden vor mehreren Monaten zu sicheren Herkunftsländern erklärt. Die Unterstützer fordern, dass diese Entscheidung rückgängig gemacht wird.