Anschlag auf Polizei-Fahrzeug in der Türkei: Drei Tote und 45 Verletzte

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Die Türkei ist am Dienstag wieder von einem Bombenanschlag erschüttert worden. In der vorwiegend von Kurden bewohnten Stadt Diyarbakir, im Südosten des Landes, ist eine Autobombe während des Vorbeifahrens eines Polizeifahrzeugs zur Explosion gebracht worden. Der Anschlag richtete sich gegen den gepanzerten Transporter der Polizei. Drei Menschen wurden durch die Explosion getötet und 42 weitere zum Teil schwer verletzt. Die amtliche Nachrichtenagentur vermutete, dass die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hinter dem Anschlag stecken könnte. Bisher bekannte sich noch niemand zu dem Attentat. In dem Polizeibus befanden sich sieben Gefangene, die zu einer medizinischen Untersuchung gebracht werden sollten. Die Gefangenen waren alle unter dem Verdacht PKK-Mitglied zu sein verhaftet. Unter den Verletzten befanden sich 12 Polizisten. Ob Polizisten ums Leben kamen ist noch unklar.
Die Kämpfer der PKK hatten zuletzt Ende März einen Anschlag in der betroffenen Stadt verübt, bei dem sieben Polizisten ums Leben kamen.

Der türkische Premier Erdogan hat erst kürzlich den Anhängern der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) damit gedroht, ihnen die türkische Staatsbürgerschaft abzuerkennen. Die Friedensgespräche zwischen der Regierung und der PKK brachten im Juli 2015 keinerlei Ergebnisse und wurden schließlich abgebrochen. Anschließend kam es nach einer zweijährigen Waffenruhe wieder zu blutigen Zwischenfällen auf Zivilisten sowie auf Militär und Polizei. Die Sicherheitskräfte in der Türkei sind seit dem Ende der Waffenruhe in erhöhter Alarmbereitschaft.