Norwegischer Massenmörder Breivik gewinnt vor Gericht

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia
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Der Massenmörder Anders Breivik hat von einem Gericht in Norwegen am Mittwoch teilweise recht erhalten. Die Haftbedingungen von Breivik stellen eine Verletzung der Menschenrechtskonvention, Artikel 3 dar, hieß es in der Begründung des Gerichts. Aufgrund seiner Isolationshaft hatte Breivik Norwegen verklagt. Norwegen muss nun auch die Prozesskosten in Höhe von 36.000 Euro übernehmen. Das Gerichte teilte in ihrer Begründung mit, dass auch Terroristen eine menschenwürdige Behandlung verdienen. Breivik sitzt seit knapp fünf Jahren in Isolationshaft. Dort nutzt er drei Zellen mit einem Fitnessraum, einer Küche und einem Fernseher auf dem er auch Computerspiele spielt. In seiner Klageschrift beklagte sich der 37-jährige Breivik darüber, dass er häufig an Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten leidet. Norwegen selbst dürfte mit dem Urteil nicht zufrieden sein und wird vermutlich Revision einlegen.

Der Norweger Anders Breivik hatte im Juli 2011 bei Anschlägen in der Hauptstadt Oslo und der Insel Utøya insgesamt 77 Menschen getötet. Dafür wurde er zu 21 Jahren Gefängnishaft verurteilt – die Höchststrafe. Die Inhaftierung kann aber nach den 21 Jahren noch einmal verlängert werden, wenn die Behörden in Breivik weiterhin eine Gefahr sehen.