Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer: Hunderte Tote befürchtet

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de
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Erneut hat sich eine Katastrophe im Mittelmeer ereignet. Der italienische Außenminister teilte mit, dass bei der Tragödie mehr als 400 Schutzsuchende im Mittelmeer ertranken. Die betroffenen Flüchtlinge waren aus Ägypten gestartet und gerieten bei der gefährlichen Überfahrt nach Italien in Seenot. Das teilte auch der Fernsehsender BBC mit. Er berief sich dabei auf Angaben des somalischen Botschafters in Kairo. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) konnte das Unglück zunächst weder bestätigen noch dementieren und ist um Bestätigung bemüht, hieß es am Montagabend.

Die italienische sowie die griechische Küstenwache hatten das Kentern des Bootes nicht beobachtet und haben daher keinerlei Informationen darüber. Es gibt jedoch gesicherte Informationen zu der Katastrophe. Wenn sich die Meldungen bestätigen, handelt es sich um die schlimmste Flüchtlingskatastrophe seit einem Jahr. Vor rund einem Jahr kenterte vor der Küste Libyens ein Schiff mit Schutzsuchenden. 800 Menschen ertranken, darunter auch Frauen und Kinder. Kurz darauf einigte sich die EU während eines Sondergipfels darauf, dass die Mittel für die Seenotrettung verdreifacht werden.