Luftverkehr: Flugzeug wurde nach Zypern entführt – Entführer hat aufgegeben

Symbolfoto: © burntimes

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Am Dienstag wurde der Egyptair-Flug MSR181, von Alexandria nach Kairo entführt. Das Flugzeug vom Typ Airbus A320 startete am Dienstagmorgen im ägyptischen Alexandria. Nach dem Start brachte ein Mann das Flugzeug in seine Gewalt. Er zwang die Piloten zur Landung auf Zypern. Der Entführer trug eine täuschend echt aussehende Attrappe eines Sprengstoffgürtels. Die Behörden verhandelten stundenlang mit dem Mann. Der Entführer teilte unter anderem mit, dass er einen Umschlag an seine Ex-Frau übergeben wolle. Außer einem Gespräch mit seiner Ex-Ehefrau forderte er von der ägyptischen Regierung die Freilassung von mehreren inhaftierten Frauen. Ferner verlangte der Mann die Betankung des Flugzeugs und einen anschließenden Weiterflug nach Istanbul.

Seine detaillierten Forderungen schrieb der Entführer handschriftlich nieder. Die Behörden warten nun auf die offizielle Übersetzung des Briefes.

Am Dienstagmorgen gegen 8.45 Uhr Ortszeit ist das entführte ägyptische Flugzeug auf dem Flughafen der Hafenstadt Larnaka auf Zypern gelandet. An Bord befanden sich 62 Passagiere. Der Entführer ließ bereits kurz nach der Landung fast alle Passagiere und Besatzungsmitglieder frei. Zuletzt befanden sich noch der Flugkapitän, der Co-Pilot, eine Flugbegleiterin, ein Sicherheitsangestellter und drei Passagiere in seiner Gewalt. Der aus Ägypten stammende Entführer hat sich am Dienstagnachmittag auf dem Flughafen von Zypern widerstandslos festnehmen lassen. Alle Geiseln kamen frei, niemand wurde verletzt.

Das Motiv der Flugzeugentführung ist noch unklar. Einen terroristischen Hintergrund schlossen die zyprischen Regierungsvertreter zunächst aus. Der ägyptische Minister für zivile Luftfahrt bedankte sich bei der Besatzung des Flugzeugs. Die Sicherheit an ägyptischen Flughäfen wurde zuletzt kritisiert. Im Oktober 2015 explodierte in einem Flugzeug, das aus dem äygtpsichen Badeort Scharm el Scheich gewartet war, eine Bombe. Alle 224 Passagiere starben. Der Islamische Staat (IS) bekannte sich später zu dem Anschlag.