Lohne: Großbrand in Wiesenhof-Fabrik –– zweistelliger Millionenschaden wird befürchtet

Symbolfoto: © Marlies Schwarzin | pixelio.de
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Um 13.20 Uhr haben am Ostermontag Reinigungskräfte einen Brand in der niedersächsischen Hähnchen-Fabrik von Wiesenhof in Lohne entdeckt. Das Feuer war in zwei Hallen ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich schnell aus. Das Feuer war erst vier Stunden nach dem Ausbruch unter Kontrolle. Anwohner berichteten von mehreren Explosionen. Die Feuerwehr teilte mit, dass Gasflaschen im Inneren der Fabrik explodiert waren. Die Feuerwehr war mit über 460 Einsatzkräften vor Ort. Ein Angestellter und ein Feuerwehrmann erlitten leichte Verletzungen. Während des Brandes breitete sich dichter schwarzer Rauch aus, der zur Zeit auf Schadstoffe kontrolliert wird. Die ersten Tests seien negativ gewesen, teilte ein Feuerwehrsprecher mit. Die starke Rauchentwicklung war auch in 40 Kilometer Entfernung noch zu sehen. Während der Löscharbeiten wurden die Anwohner gebeten ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten. Das Produktionsgelände von Wiesenhof befindet sich unmittelbar neben einem Wohngebiet. Aufgrund der Osterfeiertage wurde bei Wiesenhof nicht gearbeitet, sodass nur sehr wenig Personal vor Ort war.

Die Löscharbeiten werden noch bis Dienstag andauern, hieß es Montagabend. Der entstandene Sachschaden liegt ersten Schätzungen zufolge im zweistelligen Millionenbereich. Neben einer Produktionshalle ist auch die Anlieferungshalle niedergebrannt. Die Produktionshalle brannte im Bereich der Filetierung und des Kartonlagers. Tiere kamen nicht zu schaden, teilte ein Feuerwehrsprecher mit. Die Untersuchungen zur Brandursache werden nach Angaben der Feuerwehr wochenlang dauern, weil der Brandort, aufgrund der starken Hitzeentwicklung, zunächst von niemandem betreten werden kann. In der Geflügel-Fabrik in Lohne arbeiten 1.600 Menschen. Die Brandursache ist noch unklar.

Erst am vergangenen Samstag kam es bei Wiesenhof in Lohne zu einem Ammoniakaustritt. Die betroffene Halle wurde daraufhin geräumt. Es hatte sich möglicherweise ein Ventil einer Leitung gelöst, so ein Polizeisprecher. Die genaue Ursache für den Ammoniakaustritt stand bis Montagabend nicht fest.

Im vergangenen Geschäftsjahr setzte Wiesenhof 2,38 Milliarden Euro, bei einem Absatz von knapp 690.000 Tonnen Geflügel, um.