Trauerfeier in Brüssel: Hooligans störten massiv –– Polizei musste Wasserwerfer einsetzen

Symbolfoto: © Michael Hirschka | pixelio.de
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Rund 450 rechtsradikale Hooligans haben am Ostersonntag die Trauerfeier, für die bei dem Terroranschlag am Dienstag gestorbenen Menschen, auf dem Börsenplatz im Stadtzentrum von Brüssel massiv gestört. Die Hooligans riefen fremdenfeindliche und nationalistische Parolen und waren dabei zum Teil stark betrunken und vermummt. Die Polizei musste Wasserwerfer gegen die sehr aggressiven Hooligans einsetzen. Einige der Hooligans zeigten den Hitlergruß und bewarfen die Beamten mit Gegenständen. Nachdem zahlreiche Polizisten vor Ort eintrafen wurden zunächst die Trauernden von den Hooligans getrennt. Dabei kam es zu handfesten Auseinandersetzungen und Körperverletzungen. Die Polizei musste schließlich Schlagstöcke einsetzen und sich zum Eigenschutz mit Helmen und Schutzschildern ausstatten. Durch ein massives Polizeiaufgebot wurden die Hooligans schließlich zum Brüsseler Nordbahnhof geleitet. Von dort ging es für die Störer in Zügen nach Mechelen oder Antwerpen zurück. Zehn Hooligans wurden festgenommen. Der belgische Premierminister verurteilte die Taten der Hooligans scharf und sagte, dass er Respekt verlangt in einem Augenblick der Trauer.

Die belgische Polizei führte auch am Sonntag weiter Razzien im Zusammenhang mit dem Terrorismus durch. Bei dreizehn Haus- und Wohnungsdurchsuchungen wurden insgesamt neun Verdächtige verhaftet. Fünf von ihnen wurden zwischenzeitlich wieder freigelassen. Am Dienstag hatten zwei Terroranschläge die belgische Hauptstadt im morgendlichen Berufsverkehr erschüttert (wir berichteten). Insgesamt starben 31 Menschen und 200 weitere erlitten zum Teil schwere Verletzungen, wie Amputationen.