Vilshofen a. d. Donau: Unzufriedene Flüchtlinge klettern auf Kraftwerk und demonstrieren gegen ihre Unterbringung

Symbolfoto: © Peter Bohot | pixelio.de

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Im niederbayerischen Vilshofen an der Donau haben vier Syrer in rund 140 Metern Höhe gegen ihre derzeitige Unterbringung demonstriert. Vier Flüchtlinge kletterten am Montag auf einen Kaminturm des Kraftwerks in Vilshofen an der Donau. Die Schutzsuchenden waren über ihre Unterbringung in der Notunterkunft auf dem ehemaligen Kraftwerkgelände unzufrieden. Ein Polizeihubschrauber wurde eingesetzt und Mitarbeiter der Bergwacht wurden zu den vier Männern abgeseilt. Diese wollten jedoch zunächst keine Hilfe annehmen und auf dem Turm verbleiben. Die Schutzsuchenden ließen sich erst nach vier Stunden dazu bewegen ihre Aktion abzubrechen.

Die Flüchtlinge standen telefonisch in Kontakt zu den Einsatzkräften. Noch vor Einbruch der Dunkelheit, am Montagabend gegen 18.30 Uhr, wurden die vier Flüchtlinge mit einem Polizeihubschrauber zurück zum Boden gebracht. Alleine trauten sie sich nicht mehr hinunter, teilte die Polizei mit. Die unterkühlten Schutzsuchenden wurden nach ihrer Bergung ins Krankenhaus gebracht. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften war vor Ort, darunter auch das Landratsamt. Die Polizei prüft, ob ein Ermittlungsverfahren gegen die vier Männer wegen Hausfriedensbruchs oder Nötigung eingeleitet wird. Die Männer sind vermutlich über Aufstiegsmöglichkeiten an der Außenseite des Turms in die Höhe geklettert.

Das stillgelegte Kraftwerk wurde zu einer Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert. In der Unterkunft sind zur Zeit rund 100 Schutzsuchende untergebracht.