Nordkorea: Diktator Kim Jong-Un prahlt mit einem Atomsprengkopf

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia
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Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un hat sich neben einem Atomsprengkopf fotografieren lassen. Nordkorea verkündete einen großen Erfolg des Nuklearwaffenprogramms. Angeblich ist das Land ab sofort in der Lage standardisierte Nuklearsprengköpfe zu bauen. Diese eignen sich als Bewaffnung für Langstreckenraketen. Kim Jong Un sprach von einer „echten nuklearen Abschreckung“. Ein südkoreanischer Atomexperte bezweifelte, dass es sich bei dem gezeigten Atomsprengkopf um einen echten handelt. Die Gefahr der Strahlung wäre nämlich sehr hoch. Ohne entsprechende Schutzkleidung würde sich niemand einem Atomsprengkopf nähern, hieß es. Kim Jong-Un sprach am Mittwoch davon, dass sein Land nun verstärkt Bomben mit größerer Sprengkraft bauen will. China ist beunruhigt und bezeichnete die Situation als sehr angespannt. Zur Zeit sorgt Nordkorea wöchentlich mit Meldungen über Atomwaffentests oder Entwicklungen weltweit für Aufregung. Anfang März wurden die Sanktionen gegen die kommunistische Regierung in Nordkorea noch einmal verstärkt.

Die Atomwaffentests verstoßen jedes Mal gegen geltende UN-Resolutionen. Die USA fühlen sich von den ständigen Atom- und Raketentests bedroht. Sie befürchten, dass eine Langstreckenrakete mit einem atomaren Sprengkopf ausgestattet wird und das amerikanische Festland erreichen könnte. Die neuen Sanktionen sehen vor, dass die USA die Geldströme unterbrechen, die das kommunistische Land zum Bau von Atomsprengköpfen nutzen könnte. Außerdem haben die USA 50 Millionen Dollar freigegeben, um Radiosendungen in Nordkorea ausstrahlen zu können.

Nach Einschätzung eines erfahrenen US-Geheimdienstmitarbeiters hat der nordkoreanische Machtaber bereits Anfang Februar den Atomreaktor Yongbyon wieder hochgefahren. Mit Hilfe des Atomreaktors kann waffenfähiges Plutonium hergestellt werden. Das Regime hat offensichtlich vor die USA mit einer Atomrakete zu bedrohen.