Österreich: Deutscher Höhlenforscher stirbt bei Rettungsaktion

Symbolfoto: © Rosel Eckstein | pixelio.de
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Im oberösterreichischen Dachsteingebirge ist ein deutscher 54-jähriger Höhlenforscher während einer Expedition bewusstlos zusammengebrochen. Der Vorfall ereignete sich in der Hirlatzhöhle – eine der längsten Höhlen Österreichs. An der Expedition, die am Freitag begann, nahm ein fünfköpfiges internationales Forschungsteam teil. Die Bergung gestaltete sich als sehr schwierig, weil der 54-Jährige rund zweieinhalb Stunden vom Eingang der Höhle entfernt zusammenbrach. Zwei Mitglieder der Forschungsgruppe eilten zum Ausgang der Höhle und alarmierten die Rettungskräfte. Zwei Frauen blieben in der Zwischenzeit bei dem 54-jährigen Deutschen. Die herbeigeeilte Rettungsmannschaft musste zunächst eine Halle in der Höhle queren und sich anschließend über einen Schacht abseilen. Die Hilfe kam zu spät, der Höhlenforscher konnte nicht mehr reanimiert werden. Die Polizei in Oberösterreich teilte mit, dass der Höhlenforscher vermutlich an einem plötzlichen Herztod verstarb. Mit Hilfe einer Seilwinde soll die Leiche nach oben gebracht werden. Dieses ist ebenfalls aufwendig, weil dazu Verankerungen in die Höhle hinein gebohrt werden müssen und die Seilwinde erst gebaut werden muss. Die Höhle verfügt insgesamt über fünf verschiedene Eingänge. Drei davon sind nur für Taucher zu benutzen und ein weiterer befindet sich an einer steilen Felswand.