USA: Präsident Obama legt Plan zur Schließung von Guantánamo vor

Symbolfoto: © Jens | pixelio.de

Symbolfoto: © Jens | pixelio.de
Symbolfoto: © Jens | pixelio.de
Seit knapp acht Jahren setzt sich US-Präsident Barack Obama für die Schließung des weltweit umstrittenen Gefangenenlagers Guantánamo ein. Am Dienstag hat er dem Kongress einen Plan zur Schließung vorgelegt. Es ist der letzte Anlauf vor dem Ende seiner Amtszeit in elf Monaten. Es steht seit langem fest, dass Guantánamo die Sicherheit in den USA nicht erhöht. Es geht Obama darum ein Kapitel in der Geschichte der USA abzuschließen. Der neue Vorschlag zur Schließung wurde seit langem erwartet. Die Schließung durchzusetzen wird jedoch sehr schwer, weil die Republikaner im Kongress die Mehrheit haben und gegen eine Schließung sind. Die Republikaner wollen die Gefangenen nicht von Guantánamo auf Kuba in die USA verlegen. Zur Zeit befinden sich noch 91 Gefangene in dem Straflager, 35 von ihnen sollen in den nächsten Monaten an Drittländer übergeben werden. Vor der Übergabe wird geklärt, ob die Straftäter ein Sicherheitsrisiko für die USA darstellen. Die verbleibenden 46 werden nach wie vor als sehr gefährlich eingestuft. Für sie sieht der neue Plan von Obama eine Verlegung in ein anderes Gefängnis innerhalb der USA vor.