Terroranschlag in Ankara: Mindestens 28 Tote nach schwerer Explosion

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia
Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia
In der türkischen Hauptstadt Ankara hat sich am Mittwochabend um 18.30 Uhr (Ortszeit) ein Terroranschlag ereignet. Im Regierungsviertel der Hauptstadt explodierte eine Autobombe. Der Anschlag war auf ein Militärkonvoi gerichtet gewesen. Der Sprengsatz detonierte an einer Ampel, als davor mehrere Fahrzeuge mit Armee-Angehörigen angehalten hatten. Der zuständige Gouverneur bestätige, dass der Anschlag türkischen Soldaten galt. Mindestens 28 Menschen kamen ums Leben und 45 wurden verletzt. Türkische Streitkräfte sind in den letzten Monaten immer wieder das Ziel von Anschlägen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK geworden. Die türkische Armee kämpft seit Mitte Dezember gegen die Anhänger in der Südtürkei. Im Juli war ein vereinbarter Waffenstillstand gescheitert (wir berichteten). Der PKK-Konflikt dauert schon seit 1984 an und kostete bis heute mindestens 40.000 Menschen das Leben. Erst vor vier Wochen hatte ein Anschlag Istanbul erschüttert. Ein Selbstmordattentäter hatte sich in der Nähe der Blauen Moschee in die Luft gesprengt. Elf Menschen starben dabei, darunter auch zehn Deutsche einer Reisegruppe.

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sagte nach den Ereignissen eine Reise nach Brüssel zu Gesprächen über die Flüchtlingskrise ab. Zunächst bekannte sich niemand zu den Anschlägen. Zuletzt wurden Anschläge der Terroristenmiliz Islamischer Staat (IS) oder linksterroristischen Gruppierungen zugeordnet.