Syrien: Die Stadt Aleppo steht vor dem Fall –– 70.000 Syrer flüchten Hals über Kopf

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Die russischen Luftangriffe und die Offensive der syrischen Armee auf die Stadt Aleppo waren verheerend. Die Stadt steht vor dem Fall. Mehr als 70.000 Syrer sind Hals über Kopf aus der Stadt geflüchtet. Am Grenzübergang Bab al-Salameh zur Türkei befinden sich zehntausende verzweifelte Menschen, die nicht wissen, wie es weitergeht. Die EU verlangt, dass keine Flüchtlinge mehr weiterreisen. Die Menschen wollten sich vor dem Bombenhagel in Sicherheit bringen und sitzen nun an der Grenze fest. Mehr als 2,5 Millionen syrische Kriegsflüchtlinge hat die Türkei bereits aufgenommen. Die Opposition verliert in Aleppo Minute für Minute an Boden. Der Chef einer US geführten Hilfsorganisation sagte, dass es ein humanitärer Albtraum ist. In Amsterdam hatten sich am Wochenende die europäischen Außenminister getroffen. Es droht eine neue große Menge an flüchtenden Menschen. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, warf Russland vor, mit seinem Vorgehen die Friedensgespräche in Genf für den internationalen Frieden zum Einsturz gebracht zu haben. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte ausdrücklich gefordert, dass die Bombardierung von Zivilisten gestoppt werden muss und Schritte für den Waffenstillstand eingeleitet werden müssen. Russland flog innerhalb von nur zwei Tagen 320 Luftangriffe. Diesen Angriffen ist die syrische Zivilbevölkerung machtlos ausgesetzt. Die Rebellen in Aleppo forderten dringend Flugabwehrraketen. Diese werden jedoch nicht geliefert, weil befürchtet wird, dass die Raketen zu den IS-Terroristen gelangen könnten und diese damit Passagierflugzeuge in großer Höhe angreifen könnten.