Internationaler Pegida-Aktionstag: Weniger Teilnehmer als erwartet

Symbolfoto: © burntimes
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Die Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes (Pegida) hatten am Samstag zum Internationalen Aktionstag in 14 europäischen Städten aufgerufen. Es kam nur zu kleineren Ausschreitungen. Am Samstagnachmittag hatten in Dresden mehrere tausend Anhänger des fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses demonstriert. Die Polizei hatte in Dresden 15.000 Teilnehmer erwartet. Am Ende sollen nur 6.000 bis 8.000 Pegida-Anhänger in Dresden gewesen sein. Zahlreiche Gegenveranstaltungen wurden organisiert. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, um Zusammenstöße zwischen Pegida und den Gegendemonstranten zu verhindern. Der sächsische Ministerpräsident forderte ein striktes Durchgreifen gegen Pegida. Die Staatsanwaltschaft sei gefragt, sagte er.

Im französischen Calais hatten sich rund 150 Menschen trotz des Demonstrationsverbots vor dem Bahnhof versammelt. Die Teilnehmer riefen in Calais Slogans wie „Wir sind hier Zuhause.“. Die Polizei löste mit Hilfe des Einsatzes von Tränengas die Versammlung auf. Die Demonstration wurde aufgrund einer Störung der öffentlichen Ordnung bereits im Vorfeld verboten.

An der islamfeindlichen Kundgebung in der tschechischen Hauptstadt Prag nahmen weniger Menschen teil, als es von den Veranstaltern erwartet wurde. Dennoch flogen Flaschen und Feuerwerkskörper. Die Polizei war mit Hundertschaften vor Ort.

In der niederländischen Hauptstadt Amsterdam wurde die Pegida-Demonstration von der Polizei aufgelöst. Rund 200 Teilnehmer standen einer Überzahl von Gegendemonstranten gegenüber. Bei der Auflösung der Demonstration wurden mehrere Menschen verhaftet.

Im australischen Canberra hatten am Samstag 400 Menschen an einem Spaziergang gegen die Islamisierung teilgenommen. Die Teilnehmer gaben an die westliche Kultur zu unterstützen.