Geplanter Terroranschlag des IS in Berlin wurde vereitelt –– 450 Beamte im Einsatz

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de
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Der Polizei ist es in Kooperation mit Staatsanwaltschaft und Verfassungsschutz gelungen einen mutmaßlichen Anschlag der IS-Terroristen in Berlin zu verhindern. Insgesamt 450 Beamte waren am Donnerstag in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen im Einsatz und an zahlreichen Haus- und Wohnungsdurchsuchungen beteiligt. In Berlin wurden fünf Mitglieder der Terrorzelle IS verhaftet. Sie sollen einen Terroranschlag auf den Touristenmagnet „Checkpoint Charlie“ geplant haben. Der Anschlag wurde von führenden Terroristen in Syrien in Auftrag gegeben. Wann der Anschlag am „Checkpoint Charlie“ verübt werden sollte ist zur Zeit noch unklar. Möglicherweise wollte sich die Gruppe als Selbstmordattentäter in die Luft sprengen. Gegen die Männer, die Mitglieder des IS sind wird wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat ermittelt. Einer der Verdächtigen wurde an seiner Arbeitsstelle in einem Backshop am Alexanderplatz verhaftet. Ein weiterer Hauptverdächtiger wurde in einer Flüchtlingsunterkunft im nordrhein-westfälischen Attendorn festgenommen. Er wurde in der Vergangenheit an Waffen ausgebildet und soll Mitglied der Terrorgruppe IS sein. Den entscheidenden Hinweis auf den möglichen Terroranschlag in Berlin erhielt das Bundesamt für Verfassungsschutz von einem ausländischen Nachrichtendienst.

Auch im niedersächsischen Hannover wurden Razzien wegen Terrorgefahr durchgeführt. Das SEK hatte am Donnerstagmorgen Wohnungen in Vahrenwald und Isernhagen durchsucht. Das Sondereinsatzkommando (SEK) verschaffte sich am Donnerstagmorgen um 6 Uhr schwer bewaffnet und vermummt Zutritt in die beiden Wohnungen. Bei zeitgleich stattfindenden Razzien in Berlin und Nordrhein-Westfalen wurden insgesamt zwei Männer und eine Frau verhaftet, die Anschläge in Europa vorbereitet haben. In Vahrenwald war dem SEK ein Fehler unterlaufen. Sie rammten dort nicht nur die Tür des möglichen Terrorverdächtigen auf, sondern auch die eines türkischen Familienvaters, der mit seiner Frau und der zehn alten Tochter dort lebt. Die ganze Wohnung sei durchwühlt worden, sagte er später. Das SEK habe die Türen verwechselt, hieß es später. Das Land Niedersachsen muss nun gleich zwei Wohnungstüren und Schlösser ersetzen.