Kurz nach ihrer Ankunft: Syrische Opposition droht mit Abbruch der Genfer Friedensgespräche

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Die erst am Samstag angereiste Delegation der syrischen Opposition hat bereits kurz nach ihrer Ankunft gedroht die Genfer Friedensverhandlungen abzubrechen. Die Opposition wird die Verhandlungen abbrechen, wenn das Assad-Regime nicht unverzüglich seine Verbrechen beendet. Die syrische Opposition wirft dem UN-Sondervermittler de Mistura Parteilichkeit vor. Direkte Verhandlungen zwischen der Opposition und der syrischen Regierung schloss die Delegation der Opposition zunächst aus. Der UN-Vermittler hatte am Freitag die lang erwarteten Friedensgespräche über ein Ende des mittlerweile fünf Jahre andauernden Bürgerkriegs zunächst mit Vertretern der syrischen Regierung begonnen. Millionen von Syrern haben lange auf diese Verhandlungen gewartet.

Im Syrien-Konflikt besteht Russland auf eine Beteiligung der Kurden am Friedensprozess. Die Flüchtlinge hoffen auf eine schnelle Lösung und Frieden in Syrien, denn sie wollen zurück nach Hause – zu ihren Familien. Bisher setzen alle Seiten jedoch nur auf die militärische Karte. Das syrische Assad-Regime hat Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen und Chemiewaffen gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt.

Mehr als 260.000 Menschen sind inzwischen im Syrien-Krieg ums Leben gekommen. 4,6 Millionen Syrer sind UN-Angaben zufolge vor dem Krieg aus Syrien geflohen. Weitere 6,6 Millionen Menschen wurden durch den Krieg vertrieben. 13,5 Millionen benötigen dringend humanitäre Hilfe. Jordanien richtet sich auf einen langen Krieg in Syrien ein, dessen Ausgang unklar ist.