Bayern: Landesrat schickt Kanzlerin Merkel einen Bus mit Flüchtlingen nach Berlin

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de
Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)    | pixelio.de
Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de
Ein bayerischer Landrat hat seine Drohungen in die Tat umgesetzt. In Landshut konnte der Freie-Wähler-Politiker Peter Dreier die 31 Flüchtlinge nicht unterbringen, also ließ er die Flüchtlinge kurzerhand mit einem Bus zum Kanzleramt fahren. Die Busfahrt startete am Donnerstagvormittag um kurz nach zehn Uhr in Niederbayern. Am Donnerstagabend traf der Bus vor dem Kanzleramt, dem Amtssitz von Angela Merkel, in Berlin ein. Landrat Dreier hat den syrischen Flüchtlingen erklärt, was mit ihnen geschieht – keiner war gegen die Fahrt nach Berlin. Der Politiker selbst fuhr mit seinem Auto separat zum Kanzleramt, um Merkel die Botschaft persönlich zu überbringen. Die Bayerische Staatskanzlei teilte mit, dass es keinen persönlichen Kontakt zwischen Dreier und dem bayerischen Innenminister, Host Seehofer, gegeben habe. Am Donnerstag kam es zu einer Intervention der bayerischen Sozialministerin Emilia Müller. Sie hatte Landrat Dreier mit rechtlichen Schritten gedroht. Die Flüchtlinge wurden am Abend vom Berliner Senat empfangen und untergebracht.

Die Kanzlerin hatte die Flüchtlinge nicht persönlich getroffen, weil sie man Donnerstag nicht in Berlin war. Ein Sprecher der Berliner Senatsverwaltung äußerte sich empört über die Aktion des bayerischen Landrats. Er sprach von einem beispiellosen Vorgang, weil auf den Rücken der Kriegsflüchtlinge unverantwortliche Politik betrieben wird.