USA: Kein Verfahren gegen den US-Polizisten der den 12-jährigen Tamir erschossen hat

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

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Gegen den Polizisten, der im November 2014 den Schwarzen 12-jährigen Tamir Rice in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio erschossen hatte, wird nicht mehr ermittelt. Am Montag wurde bekanntgegeben, dass die Ermittlungen eingestellt worden sind. Der zuständige Staatsanwalt teilte mit, dass die Tötung des Jungen durch eine Verkettung menschlicher Irrtümer zustande gekommen sei. Es wurde kein Verbrechen begangen, deshalb muss der Todesschütze nicht vor Gericht, urteilte die Staatsanwaltschaft am Montag. Der weiße Polizist wurde unmittelbar nach dem Vorfall vom Dienst suspendiert.

Rice hatte im November 2014 mit einer Spielzeugpistole auf der Straße hantiert. Ein Passant hielt die Pistole für echt und alarmierte die Polizei. Kurze Zeit später rief er erneut bei der Polizei an und teilte mit, dass es sich vermutlich um gar keine echte Waffe handelt. Die Leitstelle gab diese Information erst viel zu spät weiter, sodass die eintreffende Polizei sich nach eigenen Angaben bedroht fühlte und den Jungen aus dem Auto heraus erschossen hat.