Der Abzug von IS-Kämpfern wurde vertagt: Kämpfe um Ramadi gehen weiter

Symbolfoto: © Ingo Büsing| pixelio.de
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Der Irak hatte immer wieder angekündigt, dass das Militär die Stadt Ramadi vom IS zurückerobern wird. Am zweiten Weihnachtstag sieht es so, als ob die Armee vor einem ihrer größten Erfolge steht. Zuvor hatten sich Regierungstruppen und Kämpfer der Terroristenmiliz Islamischer Staat (IS) schwere Gefechte geliefert. Die Zurückeroberung von Ramadi wäre ein großer und bedeutender Erfolg für das irakische Militär, das im Mai aus der Stadt vertrieben worden war. Im Zentrum der Stadt hatten die Terroristen überall Sprengfallen aufgebaut und Häuser mit Sprengstoff präpariert. Damit hatten die IS-Terroristen versucht die irakische Armee fern zu halten. Am Dienstag hatten die irakischen Truppen gemeinsam mit internationalen Luftangriffen einen Großangriff auf das Stadtzentrum von Ramadi begonnen.

In der syrischen Hauptstadt Damaskus wurden unterdessen die Abzugspläne der IS-Terroristen auf noch unbestimmte Zeit verschoben. Die Vereinten Nationen hatten sich mit den Terroristen darauf geeinigt, dass alle 3.500 Kämpfer des IS die Hauptstadt verlassen. Die Vereinten Nationen hoffen nun darauf, dass die Friedensgespräche ab Ende Januar beginnen können. Der Tod des Rebellenführers Alloush gefährdet jedoch den Friedensplan für Syrien.

Die Bundeswehr war auch über die Weihnachtsfeiertage an den Luftangriffen auf die IS-Terroristen in Syrien und dem Irak beteiligt. Ab Anfang Januar werden in dem Gebiet auch Tornado-Aufklärungsflugzeuge der Bundeswehr eingesetzt. Der Bundestag hatte die deutsche Beteiligung an dem Anti-Terror-Einsatz nach den Terroranschlägen von Paris am 13. November mit 130 Toten beschlossen (wir berichteten).