UN-Flüchtlingswerk: Welt steht vor neuem Flüchtlingsrekord

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

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Die Welt steht vor einem neuen Flüchtlingsrekord. Das UN-Flüchtlingswerk teilte mit, dass weltweit erstmals mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht sind. Damit ist einer von 122 Menschen weltweit ein Flüchtling. Hauptursache für den Flüchtlingsstrom ist der Syrien-Krieg. In diesem Jahr könnte ein absoluter Höchststand erreicht worden sein. „Es war nie wichtiger, Toleranz, Mitgefühl und Solidarität gegenüber den Menschen zu zeigen, die alles verloren haben“, erklärte der UN-Flüchtlingskommissar am Freitag. Die Anzahl der Asylanträge ist um 78 Prozent auf 993.600 angestiegen. Die meisten Anträge sind in Deutschland gestellt worden, bestätigte das UN-Flüchtlingswerk. Besonders in der zweiten Jahreshälfte sind die Ankünfte vom Mittelmeer nach Europa stark angestiegen. Mindestens eine Million Menschen haben dieses Jahr auf der Suche nach Schutz und Halt das Mittelmeer überquert. Das Flüchtlingswerk teilte außerdem mit, dass die Anzahl der freiwilligen Rückkehrer auf nur 84.000 Menschen gesunken sei. Das ist der niedrigste Stand seit drei Jahren. Wer in der heutigen Zeit Flüchtling wird hat schlechte Chancen in seine Heimat zurückkehren zu können. Das UN-Flüchtlingswerk sagte, dass dringend Maßnahmen in den Aufnahmeländern getroffen werden müssen die verhindern das Flüchtlinge abgelehnt werden. Die Türkei hat im ersten Halbjahr 2015 mit 1,84 Millionen Menschen die meisten Flüchtlinge aufgenommen.