Falscher Terroralarm in Frankreich: Lehrer hat Messerattacke nur erfunden

Symbolfoto: © burntimes
Symbolfoto: © burntimes
Symbolfoto: © burntimes
Ein Lehrer im französischen Aubervilliers, einem Vorort von Paris, hat am Montagmorgen einen falschen Terroralarm ausgelöst. Der Vorschullehrer hatte am Montag mitgeteilt, dass er von einem Anhänger der Terroristenmiliz Islamischer Staat (IS) mit einem Messer angegriffen worden sei und dabei verletzt wurde. Der Terrorist rief während des Angriffs: „Das ist der IS, das ist eine Warnung.“ Weiterhin hieß es, dass der Täter flüchtig sei. Die Staatsanwaltschaft teilte am Montagnachmittag nach der Vernehmung schließlich mit, dass der Pädagoge zugab die Tat frei erfunden zu haben. Der Vorschullehrer gab an, dass er vor dem offiziellen Schulbeginn, als sich nur ein paar Lehrer in der Schule befanden, von einem IS-Terroristen mit einem Teppichmesser und einer Schere angegriffen worden sei. Aufgrund der detaillierten Beschreibung des Vorschullehrs haben die Beamten eine Großfahndung eingeleitet. Der Lehrer hat sich die Verletzungen am Hals offenbar selbst zugefügt und schwebt nicht in Lebensgefahr.

Die IS-Terroristen hatten im November zu Angriffen auf Lehrer in Frankreich aufgerufen, weil sie „Feinde Allahs“ seien, die sich in einem offenen Kampf gegen die muslimische Familie befinden, so die Terrormiliz. Die Sicherheitsvorkehrungen an französischen Schulen wurden nach den Terroranschlägen vom 13. November deutlich verschärft.