Flüchtlingskrise: Das LaGeSo in Berlin ist überfordert

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de
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Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de
In Berlin ist es noch immer nicht gelungen das Chaos vor dem LaGeSo unter Kontrolle zu bekommen. Über die chaotischen Zustände beim LaGeSo wurde auch in der New York Times berichtet. LaGeSo steht für Landesamt für Gesundheit und Soziales. Die Behörde ist deutschlandweit das Sinnbild für das Versagen der Politik bei der Unterbringung von Flüchtlingen. Täglich werden in dem Landesamt rund 500 Termine an Flüchtlinge vergeben, von denen lediglich um die 200 eingehalten werden können. Das Amt vergibt schon seit Monaten mehr Termine, als bearbeitet werden können. Seit dem die Anzahl der Flüchtlinge im Sommer stark anstieg warten Tag und Nacht hunderte Menschen vor dem LaGeSo. In dem Gedränge kollabieren immer wieder Flüchtlinge auf der Straße. Kinder und Hochschwangere frieren und warten Nacht für Nacht in der Kälte. Die ehrenamtlichen Helfer und die Caritas verhindern eine Katastrophe.

Die zuständigen Politiker haben erkannt, dass die Situation unerträglich ist. Dennoch ist es bisher nicht gelungen die Situation dauerhaft unter Kontrolle zu bekommen. Die Helfer sagten, dass nicht mehr ausgeschlossen werden kann, dass Menschen vor dem LaGeSo sterben. Immer noch sind über 15.000 Flüchtlinge nicht registriert und erhalten daher kaum medizinische Hilfe und Versorgung. Die Menschen werden tage- und nächtelang unzumutbaren Warteszenerien ausgesetzt. Berlins regierender Bürgermeister sagte im November, dass er die Bilder nicht mehr sehen will. Geändert hat sich seitdem jedoch kaum etwas. Am Montag erstatteten schließlich 40 Rechtsanwälte Strafanzeigen, wegen Körperverletzung und Nötigung im LaGeSo, gegen den Berliner Sozialsenator. Seit Jahresbeginn sind rund 65.000 Flüchtlinge in Berlin angekommen.

Registrierte Flüchtlinge in Berlin müssen trotzdem einmal im Monat zum LaGeSo um dort ihr Taschengeld abzuholen und Gutscheine für Unterkunft und Krankenversorgung zu erhalten, weil sie sonst mittellos und schließlich obdachlos werden. Der Sprecher der Caritas sagte, dass solche Regelungen einen fassungslos machen.