Mazedonien errichtet einen Zaun an der Grenze zu Griechenland

Symbolfoto: © nafas | pixelio.de
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Die mazedonische Polizei hat am Wochenende mit dem Bau eines Metallzauns entlang der Grenze zu Griechenland begonnen. Es handelt sich um einen etwa drei Meter hohen Maschendrahtzaun mit Stacheldraht. Das Land lässt bereits seit zwei Wochen nur noch ausschließlich Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan die Grenze passieren. Seit dem sitzen hunderte Menschen aus dem Iran, Pakistan, Nord- und Schwarzafrika in Griechenland oder im Niemandsland zwischen Griechenland und Mazedonien fest. Flüchtlinge, die nicht aus Syrien, Afghanistan oder dem Irak kommen werden an der mazedonischen Grenze als Wirtschaftsflüchtlinge abgewiesen. Die Regierung in Mazedoinien teilte mit, dass die Grenze trotz des Zaunes offen bleibt. Das Ziel sei es die Flüchtlinge an Kontrollpunkte zu führen, um sie dort zu registrieren und zu versorgen, hieß es. Am Wochenende hatten bereits hunderte wütende Flüchtlinge versucht einen provisorisch erreichten Grenzzaun abzureißen. Einige Flüchtlinge warfen dabei Steine auf die Grenzschützer und schrien: „Wir wollen nach Deutschland.“ Die Polizei antwortete mit dem Einsatz von Blendgranaten und Tränengas. Der Auslöser für die Gewalt soll ein Flüchtling gewesen sein, der bei dem Versuch auf einen Zug zu klettern, einen Stromschlag erlitt und dabei schwere Verbrennungen erlitt. Die Vereinten Nationen haben Mazedonien vorgeworfen hunderte Flüchtlinge gezielt auszusperren. Rund 200 Flüchtlinge traten vor der mazedonischen Grenze in den Hungerstreik. Sie harren zum Teil seit Wochen in provisorisch errichteten Zeltlagern aus.

Die griechische Regierung äußerte sich empört über das Vorgehen der mazedonischen Regierung. Griechenland kritisiert, dass Mazedonien bei der Sortierung von Flüchtlingen gegen die Grundregeln der Europäischen Union verstößt.