Paris: Der Drahtzieher der Terroranschläge Abdelhamid Abaaoud ist tot

Symbolfoto: © burntimes

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Einer der weltweit meistgesuchten Terroristen ist tot. Abdelhamid Abaaoud starb am Mittwochvormittag beim Einsatz einer schwer bewaffneten französischen Spezialeinheit in der Pariser Vorstadt Saint-Denis (wir berichteten). Am Mittwochvormittag wurde ein Wohnhaus gestürmt, in dem sich mehrere Terroristen verschanzt hatten. Es gab eine Reihe von Explosionen. Zwei Menschen wurden dabei getötet. Der Anti-Terror-Einsatz in Paris dauerte mehr als sieben Stunden. Die französischen Einsatzkräfte setzten rund 5.000 Schuss Munition ein.

Der Belgier hatte eine entscheidende Rolle bei den Pariser Terroranschlägen am vergangenen Freitag gespielt. Der Name Abdelhamid Abaaoud tauchte immer dann auf, wenn die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ihren Terrorismus nach Europa tragen wollte. Der 28-jährige Belgier war selbst in Syrien um dort Kampferfahrung zu sammeln. Seit Januar diesen Jahres stand Abaaoud auf der internationalen Fahndungsliste. Nach einem vereitelten Terroranschlag auf Polizisten in Ostbelgien wurde weltweit nach ihm gefahndet. Im Sommer diesen Jahres wurde Abaaoud zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil er seinen 13-jährigen Bruder nach Syrien entführt haben soll. Im Gefängnis lernte er einen weiteren mutmaßlichen Attentäter von Paris kennen: Salah Abdeslam. Für welche Taten Abaaoud verantwortlich war ist noch nicht ganz klar. Er soll auch etwas mit dem Attentat auf eine Kirche und die Ermordung einer Frau zu tun haben. Im Internet kursiert außerdem ein Video auf dem Abaaoud in einem Auto fuhr und hinter sich die verstümmelte Leichen herzog.