Terroralarm in Hannover: Länderspiel wurde abgesagt – bisher kein Sprengstoff gefunden

Symbolfoto: © Birgit Winter | pixelio.de
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Das Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden wurde am Dienstagabend eine gute Stunde vor dem Anpfiff, um 19.14 Uhr, abgesagt. Die Polizei forderte die Besucher auf, das Stadion zügig aber ohne Panik zu verlassen. Wenig später wurde der Grund bekanntgegeben. Es gab konkrete Hinweise darauf, dass offenbar vor oder in dem Stadion etwas zur Explosion gebracht werden sollte. Die Beamten fanden schließlich vor der HDI-Arena einen Rettungswagen mit Sprengstoff, hieß es. Der entscheidende Hinweis auf einen drohenden islamistischen Anschlag kam von ausländischen Geheimdiensten. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft und die Bundeskanzlerin Merkel befanden sich zum Zeitpunkt der Spielabsage noch nicht im Stadion. Die Nationalmannschaft befindet sich an einem sicheren Ort. Die Bundeskanzlerin flog nach der Spielabsage umgehend zurück nach Berlin. In Hannover herrschte zu dem Länderspiel die höchste Sicherheitsstufe mit strengen Kontrollen. Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius kündigt in der Nacht zu Mittwoch eine deutlich erhöhte Polizeipräsenz und Hannover an. Mit der erhöhten Polizeipräsenz in Hannover soll ein klares Zeichen gesetzt werden. Niedersachsens Innenminister Pistorius sagte in einer Pressekonferenz, dass bisher noch kein Sprengstoff in Hannover entdeckt worden sei. Bundesinnenminister Thomas de Maiziére verteidigt die Spielabsage angesichts der konkreten Gefahrenlage. Er sagte: „Ein Teil meiner Antwort würde die Öffentlichkeit verunsichern.“ Genauere Details teilte er deshalb aufgrund des laufenden Polizeieinsatzes nicht mit. Er stellte klar, dass es bisher keinerlei Festnahmen gab. Der hannoversche Polizeichef teilte mit, dass es eine konkrete Gefahr für ganz Hannover gibt. Am Hauptbahnhof gab es Sperrungen.