Oberpfalz: Zug rammt Militärtransporter auf Bahnübergang – zwei Tote

Symbolfoto: © NicoLeHe | pixelio.de
Symbolfoto: © NicoLeHe  | pixelio.de
Symbolfoto: © NicoLeHe | pixelio.de
Am späten Donnerstagabend hat sich auf einem Bahnübergang im bayerischen Freihung ein verheerendes Zugunglück ereignet. Ein Regionalzug mit 40 Zugpassagieren raste in einen Schwertransporter, der auf einem Bahnübergang liegengeblieben war. Bei dem Schwertransport handelte es sich um einen Lastwagen, der einen Militär-Lastwagen auf einem Tieflader transportierte. Zwei Menschen starben bei dem Unglück. Der Beifahrer des liegengebliebenen Schwertransporters überlebte das Unglück. Er ist nun der wichtigste Zeuge. Vier Menschen wurden verletzt in Krankenhäuser eingeliefert. Keines der Opfer schwebt in Lebensgefahr, hieß es am Freitag. Der Zug hat den Transporter gerammt und ihn 350 Meter weit vor sich hergeschoben. Der Lastwagen steckte nach dem Unglück unter dem Zug. Der Regionalzug befand sich auf der Fahrt von Nürnberg in Richtung Weiden und kollidierte gegen 22 Uhr in der Nähe von Freihung mit dem Militärtransporter. Mit welche Geschwindigkeit der Zug unterwegs war ist noch unklar. Er könnte bis zu 140 Stundenkilometer schnell gefahren sein. Der 30-jährige rumänische Fahrer des Lastwagens hat vermutlich bis zur letzten Sekunde versucht das Fahrzeug vom Bahnübergang zu bewegen. Der Beifahrer rettete sich offenbar durch einen Sprung aus dem Fahrzeug. Er wurde leicht verletzt. Der Lokführer und der Lastwagenfahrer kamen ums Leben. Nach der Kollision gerieten beide Fahrzeuge in Brand. Der Lokführer hatte keine Chance. Seine Leiche wurde erst am Freitagmorgen in den Trümmern gefunden.

Zu einer Explosion soll es nicht gekommen sein. Insgesamt befanden sich 185 Feuerwehrleute und 80 Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) an der Unglücksstelle. Auch amerikanische Feuerwehrleute vom Truppenübungsplatz Grafenwöhr eilten zur Unglücksstelle.