Erdbeben in Afghanistan und Pakistan: Mehr als 215 Tote

Symbolfoto: © burntimes.com
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Afghanistan und Pakistan wurden am Montag von einem schweren Erdbeben erschüttert. Das Beben der Stärke 7,5 hat die Hindukusch-Region schwer getroffen. Mindestens 215 Menschen kamen in Afghanistan und Pakistan ums Leben. In weiten Teilen Pakistans brachen die Telefonleitungen, Mobilfunknetze und Stromnetze zusammen. Außerdem stürzten Häuser ein. Straßen und Zufahrtsstraßen sind blockiert, sodass die Rettungskräfte Schwierigkeiten haben zu den Opfern vorzudringen. Das Epizentrum des Bebens lag in Badachschan, im Nordosten von Afghanistan, in 205 Kilometer Tiefe. Das Beben löste dort in einer Schule in der Stadt Talukan eine Massenpanik aus. Die Mädchen versuchten panisch das Gebäude zu verlassen. Dabei kamen mindestens zwölf Schülerinnen ums Leben und 35 Schülerinnen wurden verletzt. Viele Menschen wurden von herabfallenden Trümmerteilen erschlagen. Das schwere Erdbeben dauerte etwas länger als eine Minute und richtete sehr schwere Schäden an. Die afghanische Regierung rief die Bevölkerung auf zunächst im Freien zu bleiben, da es noch weitere Nachbeben geben könnte. In Pakistan wurden alle verfügbaren Kräfte aufgerufen sich zu mobilisieren und den Erdbebenopfern zu helfen. Mehrere Erdrutsche, in Folge des Bebens, blockieren derzeit die Hauptverbindungsstraße zwischen Pakistan und China. Die Erschütterungen waren bis nach Neu Delhi hin zu spüren.

Mitarbeiter der Welthungerhilfe planen Hilfseinsätze in der Erdbebenregion. Nachts gehen die Temperaturen in Afghanistan zur Zeit bis auf minus zehn Grad runter. Das stellt die vom Erdbeben betroffenen Menschen vor große Schwierigkeiten, teilte die Hilfsorganisation mit.

Das letzte schwere Erdbeben ereignete sich am 25. April diesen Jahres. Das Himalaya-Erdbeben hatte eine Stärke von 7,8. Damals kamen über 9.000 Menschen ums Leben.