Flüchtlingskrise: Türkei fordert drei Milliarden Euro von Europa

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia
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Die türkische Regierung fordert drei Mal mehr Geld, als die Europäische Union angeboten hat. Die Türkei teilte mit, dass für die Grenzsicherung drei Milliarden Euro benötigt werden. Eine hochrangige Delegation aus der Europäischen Delegation hat sich am Donnerstag mit der Türkei geeinigt, hieß es. Der Plan wurde den Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel vorgelegt. Die Höhe der geforderten finanziellen Unterstützung könnte schwierig werden. Die Erdogan-Regierung würde dann illegal eingereiste Flüchtlinge wider zurückschicken. Ziel des Abkommens ist es, dass die Türkei ihre Grenzen besser absichert.

Mit Hilfe europäischer Gelder sollen in der Türkei auch neue Flüchtlingsunterkünfte geschaffen werden. Außerdem soll Europa der Türkei 500.000 der insgesamt 2,5 Millionen Flüchtlinge abnehmen. Neben finanzieller Unterstützung fordert die Türkei noch weitere Vorteile, wie beispielsweise die Aufhebung der Visumpflicht für Türken. Bisher sind zugesagte Millionen von mehreren EU-Ländern in der Flüchtlingskrise noch nicht gezahlt worden. Bundeskanzlerin Merkel sagte kurz vor den Beratungen des neuen Flüchtlingsgipfels, dass nach wie vor einige wenige Länder bereit sind Personal für den Schutz der Außengrenzen zu stellen und seine Verpflichtungen zu erfüllen. „Das ist nicht das, was wir unter einer fairen Lastenverteilung verstehen“, teilte die Kanzlerin mit. Von den zugesagten 1,8 Milliarden Euro für den Afrika-Fonds sind beispielsweise bisher lediglich neun Millionen gezahlt worden. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz sprach in diesem Zusammenhang von einem Skandal und sagte: „Wenn die hilfsbedürftigen Länder, das Geld nicht erhalten, dann können wir Hot Spots einrichten, so viel wir wollen. Dann wird das Flüchtlingsproblem nicht zu managen sein.“