Irak: Konvoi des IS-Chefs Abu Bakr al-Bagdadi wurde angegriffen

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de
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Der Irak hat mitgeteilt, dass der Konvoi des Chefs der Terroristenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) von der Luftwaffe angegriffen wurde. Der Konvoi wurde bombardiert. Unklar ist noch, ob der Anführer der Terroristen verletzt worden ist. Die Luftwaffe hat den Konvoi in der Nähe der Grenze zu Syrien angegriffen. Der IS-Anführer soll anschließend in einem Fahrzeug weggebracht worden sein. Der Irak hatte in der Vergangenheit jedoch bereits öfters berichtet, dass der IS-Anführer angeblich getötet worden sei. Das hat sich bisher nie bestätigt.

Der IS-Anführer war irakischen Angaben zufolge auf dem Weg zu einem Treffen von mehreren IS-Anführern. Der Angriff auf den Konvoi erfolgte in Rücksprache mit dem Geheimdienst und der gemeinsamen Einsatzzentrale, zu der auch ein Militärberater der von den USA geführten Militäraktion im Kampf gegen den IS gehört. Außerdem teilte der Irak mit, dass auch der Ort des Treffens aus der Luft bombardiert worden sei. Die Sicherheitskräfte verkündeten, dass einige dieser Anführer getötet oder verletzt worden sind. Die Namen der Getöteten sollen zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.

Die USA haben auf den IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi ein Kopfgeld von umgerechnet 8,8 Millionen Euro ausgesetzt. Der IS hatte im Sommer letzten Jahres Teile von Syrien und des Iraks erobert und vielerorts ein islamisches „Kalifat“ ausgerufen. Die IS-Terroristen begingen außerdem Gräueltaten, die gegen das Menschenrecht verstoßen. Unter der Führung von den USA wird die Terrormiliz in beiden Ländern bekämpft. In Syrien fliegt seit Kurzem auch Russland Luftangriffe. Der Westen wirft Russland vor nicht gezielt den IS anzugreifen, sondern das Assad-Regime mit Angriffen auf Rebellen zu unterstützen.