Plagiatsvorwürfe: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen weist das zurück

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de
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Die Vorwürfe gegen Ursula von der Leyen sind schwerwiegend. Bisher sind es jedoch lediglich Vorwürfe. Bundesverteidigingsministerin Ursula von der Leyen hat am Sonntag die Plagiatsvorwürfe zurückgewiesen. Sie sagte, dass sie nicht in ihrer Doktorarbeit bei anderen Autoren abgeschrieben habe. Seit August wird ihre Doktorarbeit ins Visier genommen. Nachdem die Verteidigungsministerin davon etwas mitbekam ordnete sie sofort eine neutrale Untersuchung ihrer Doktorarbeit an. Sie bat ihre alte Universität ihre Doktorarbeit zu überprüfen. Ursula von der Leyen erlangte ihren Doktortitel im Jahr 1991 an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Die Internetpräsenz „VroniPlag“ wirft der Verteidigungsministerin vor, bei ihrer Doktorabeit die Grundregeln des wissenschaftlichen Arbeiten missachtet zu haben und zahlreiche Stellen von anderen Autoren übernommen zu haben, ohne dieses kenntlich gemacht zu haben. „VroniPlag“ teilte mit, dass auf 27 von 62 Seiten Plagiate gesichtet wurden. Die Ministerin bestreitet jedoch jegliche Texträuberei. Sollten sich alle Plagiate bewahrheiten würde das einem Anteil von 43,5 Prozent aller Seiten entsprechen. Die Doktorarbeit der Verteidigungsministerin ist die erste medizinische die untersucht wird. Die Grünen forderten eine schnelle Überprüfung durch die Universität Hannover.

„VroniPlag“ sprach sich 2012 gegen eine Veröffentlichung des Falls Schavan aus, weil ihre Verstöße zunächst nicht schwerwiegend genug erschienen. Dennoch verlor sie damals ihren Doktortitel und damit auch ihr Amt. Die Mitglieder der Gruppe „VroniPlag“ sind ausschließlich erfahrene Wissenschaftler. Der aktuelle Fall erinnert an die zurückliegenden Fälle von zu Gutenberg und Schavan.