Bremen: Vertrag mit Luca-App wurde gekündigt

Symbolfoto: © Christian Daum | pixelio.de

Bremen hat nun als zweites Bundesland, neben Schleswig-Holstein, eine Zusammenarbeit mit den Betreibern der Luca-App aufgekündigt. In Bremen war die Nutzbarkeit der App nicht erfolgreich gewesen, teilte die zuständige Gesundheitssenatorin mit. Für die Kontaktnachverfolgung durch das Gesundheitsamt erwies sich die App als keine große Hilfe. Aus diesem Grund läuft der Vertrag im März ohne eine Verlängerung aus. Seit dem Vertragsbeginn war es lediglich in zehn Fällen gelungen einen Corona-Kontakt durch die Daten aus der App zu ermitteln und zu benachrichtigen. Bremen hatte für die Nutzung der App mehr als 220.000 Euro bezahlt.

Auch die Bundesländer Brandenburg und Mecklenburg-Vorpomern wollen die Lizenz für die App nicht verlängern. Die Landesverordnungen haben teilweise keine Pflicht mehr zum Erfassen der Kontaktdaten.

Zuletzt gab es auch Zweifel hinsichtlich der Datensicherheit der App. Die Polizei in Mainz hat bei der Suche nach Zeugen über das Gesundheitsamt auf persönliche Daten aus der Luca-App zugegriffen haben. Die Luca-App wurde konzipiert von zwei Unternehmen, an denen Smudo von den Fantastischen Vier finanziell beteiligt ist. Mit Hilfe der Luca-App sollten die überlastetsten Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Infektionsketten unterstützt werden. Die App schien zunächst als geeignetes Werkzeug dafür.

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