Schwere Unruhen in Kasachstan: Tote und Verletzte

Symbolfoto: © Michael Hirschka | pixelio.de

Bei schweren Protesten sind Kasachstan dutzende Menschen getötet worden. Mindestens 1.000 Menschen erlitten teils schwere Verletzungen – 400 mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Russland entsandte Soldaten um die Regierung zu unterstützen. Die Lufthansa reagierte auf die prekäre Sicherheitslage und strich ihre Flüge nach Almaty. In Almaty hatten in der Nacht zu Donnerstag Menschen versucht mehrere Polizeigebäude und Regierungsgebäude zu stürmen. Dutzende Demonstrierende kamen dabei ums Leben. Unter den Toten befinden sich auch 13 Sicherheitskräfte. Außerdem wurden mindestens 2.000 Menschen verhaftet. Kasachstan erlebt in diesen Tagen die schwersten Straßenproteste seit seiner Unabhängigkeit vor drei Jahrzehnten. Auslöser für den Konflikt sind die stark gestiegenen Treibstoffpreise an den Tankstellen in Kasachstan.

Die Regierung von Kasachstan wurde aufgrund der blutigen Proteste in der Nacht zu Donnerstag von Präsident Tokajew entlassen. Er kündigte „maximale“ Härte gegen Gesetzesbrecher an. Den für die Stadt Almaty  verhängten Ausnahmezustand weitete Tokajew auf das ganze Land aus. In der Nacht schritt schließlich das Militär in der Großstadt Almaty gegen die Demonstranten ein. Tokajew bat außerdem Russland um Unterstützung. Russland hat daraufhin Fallschirmjäger nach Kasachstan entsendet. Am Mittwoch hatte Russland noch erklärt, dass niemand von Außen in die Belange Kasachstans eingreifen dürfe. Russland macht für die schweren Unruhen ausländische Kräfte verantwortlich, die die Sicherheit und die Integrität gewaltsam unterwandern wollen. China sieht die Unruhen in seinem Nachbarland Kasachstan als „innere Angelegenheit“ an.

Die Bundesregierung reagierte auf die schweren Proteste und rät von Reisen nach Kasachstan ab.

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