Impfgegner demonstrieren in Wien: Schwere Ausschreitungen – zehn Festnahmen

Symbolfoto: © Michael Hirschka | pixelio.de

Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen hat die Regierung in Österreich am Freitag einen Lockdown ab Montag sowie eine Impfpflicht ab Februar verfügt (wir berichteten). Die rechte FPÖ sieht Österreich auf dem Weg in eine „Diktatur“ und rief aus diesem Grund zu einer Demonstration gegen den kommenden Lockdown und die Impfpflicht auf. Mindestens 40.000 Menschen folgten dem Aufruf. Im Verlauf des Nachmittags hat sich die Stimmung aufgeheizt und es kam zu teils schweren Ausschreitungen. Mehrere Teilnehmer zündeten Pyrotechnik und warfen Bierdosen und Glasflaschen auf die Polizisten. Ein Demonstrant versuchte einem Polizisten die Dienstwaffe zu entreißen. Die Teilnehmer skandierten immer wieder „Freiheit“. Die Maßnahmen, die ab kommende Woche in Österreich gelten, verglichen viele Demonstranten mit der nationalsozialistischen Diktatur. Viele der Teilnehmer trugen keine FFP2-Maske und verstießen somit gegen die geltenden Auflagen. Für viel Applaus sorgte eine Gruppe, die mit einem Banner am Heldenplatz auftauchte, das sie als Polizisten auswies. Bei ihnen soll es sich um deutsche Staatsbürger handeln. Die Polizei prüft den Vorfall bereist und hat interne Ermittlungen eingeleitet. Zehn Demonstranten wurden vorübergehend festgenommen. Im Bereich des Burgtors mussten Beamte Pfefferspray gegen aggressive Demonstranten einsetzen.

Die Wiener Polizei hatte ich bereits im Vorfeld der Demonstration auf Ausschreitungen vorbereitet. Auf der Demonstration waren zusätzlich zu den Streifenbeamten rund 1.300 Beamte des Verfassungsschutzes in zivil im Einsatz.

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