Aufruhr im Axel-Springer-Verlag: BILD-Chef Julian Reichelt wird von seinen Aufgaben entbunden

Symbolfoto: © Monika Lechler | pixelio.de

Die US-Zeitung „New York Times“ berichtete am vergangenen Wochenende über ein toxisches Arbeitsklima innerhalb der „BILD“-Redaktion. Am Montag zog der Medienkonzern Axel-Springer schließlich Konsequenzen und entband seinen Chefredakteur Julian Reichelt von seinen Aufgaben. Seine Aufgaben wird nun Johannes Boie übernehmen. Bei ihm handelt es sich um den Chefredakteur der „Welt am Sonntag“. Medienrecherchen haben zuletzt neue Anhaltspunkte für aktuelles Fehlverhalten und für Machtmissbrauch geliefert. Der Vorstand des Axel-Springer-Verlags hat erfahren, dass Chefredakteur Julian Reichelt auch aktuell noch Privates und Berufliches nicht klar voneinander trennt und den Vorstand darüber belogen hat. Eine sofortige Beendigung seiner Tätigkeit sei nun unvermeidbar, hieß es am Montagabend. Die „New York Times“ schrieb in ihrem Artikel darüber, dass am Arbeitsplatz Sex, Journalismus und Firmengeld miteinander vermischt wird.

Nach ähnlichen Berichten musste Reichelt sich bereits im Frühjahr nach den Enthüllungen im „Spiegel“ und in der „ZEIT“ einem Compliance-Verfahren stellen. Er musste sich daraufhin einem sogenannten Compliance-Verfahren einer externen Anwaltskanzlei stellen. Im Anschluss daran konnte er wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehren.

Axel-Springer-Chef Döpfner lobte am Montag Reichelt für seine journalistisch hervorragende Arbeit und dafür, dass er BILD live zukunftsfähig gemacht hat. Die „BILD“-Zeitung ist die auflagenstärkste Tageszeitung in Deutschland.

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