Wagendorf in Berlin wurde von Gerichtsvollzieherin geräumt: Krawalle und zahlreiche Festnahmen

Symbolfoto: © NicoLeHe | pixelio.de

In Berlin begann am Freitag die Räumung des linksautonomen Wagencamps „Köpi“. Die Bewohner hatten sich hinter einem hohen Zaun verschanzt. Bis zum frühen Nachmittag wurden insgesamt 37 Personen vom Gelände geholt. Die Personalien wurden aufgenommen. Neun Menschen hatten sich auf Bäumen verbarrikadiert. Insgesamt wurden 21 Personen verhaftet. Einige Menschen wurden auch während der Demonstration rund um das Gelände an der Köpenicker Straße verhaftet. Hier kam es zu Ausschreitungen rund um das abgesperrte Gelände. Unterstützer des Projekts gerieten mit Beamten aneinander. Eine Sprecherin des Wagendorfs rief zu Beginn der Räumungsaktion durch ein Megaphon, dass ein Vormarsch auf das Gelände Menschenleben gefährdet. Vor den Absperrungen versammelten sich zahlreiche Gegendemonstranten. In Seitenstraßen hatte die Polizei hunderte Beamte und Räumgerät zusammengezogen. Ingesamt wurden 2.000 Beamte für den Einsatz eingeplant. Das Grundstück umfasst 2.600 Quadratmeter. Dort lebten etw 30 Menschen in Bauwagen. Der Grundstückseigentümer hat eine Baugenehmigung erfolgreich auf eine Räumung geklagt.

Nach dem das Gelände geräumt war, wurde es durch eine Gerichtsvollzieherin wieder dem Besitzer übergeben. Dieser hatte in einem Prozess vor dem Berliner Landgericht die Räumung erwirkt. Die Bewohner scheiterten Anfang der Woche mit einem Eilantrag gegen die Räumung des seit mehren Jahren bestehenden Wagencamps.

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