Plagiatsaffäre: Familienministerin Giffey tritt mit sofortiger Wirkung von ihrem Amt als Familienministerin zurück

Symbolfoto: © Makrodepecher | pixelio.de

Aufgrund der Plagiastaffäre teilte Familienministerin Giffey mit, dass sie von ihrem Amt zurücktritt. Berliner Bürgermeisterin möchte sie weiterhin werden und hält an ihrer Kandidatur fest. Der Posten der Familienministerin wird bis Bundestagswahl von der SPD durch Bundesjustizministerin Lambrecht ersetzt.  

Nach der Diskussion um ihren Doktortitel hat Familienministerin Giffey (SPD) am Mittwoch ihren Rücktritt eingereicht. Sie bat Bundeskanzlerin Merkel um ihre Entlassung. In einer Presserklärung teilte Giffey mit, „In den letzten Tagen sind erneut Diskussionen um meine Dissertation aus dem Jahr 2010 aufgekommen. Nachdem die Freie Universität Berlin bereits im Jahr 2019 eine zweite Überprüfung der Arbeit vorgenommen und eine Entscheidung auf Nichtaberkennung des Titels getroffen hat, wurde das Verfahren im Jahr 2020 erneut aufgerollt. Dies geschah über ein Jahr nach dem abschließenden und rechtskräftigen Verwaltungsakt aus dem Jahr 2019.

Ich habe daraufhin erklärt, meinen Titel nicht mehr zu führen, unabhängig vom Ausgang des Verfahrens. Das neu eingesetzte Gremium hat seinen Prüfbericht nun abgeschlossen. Die Freie Universität Berlin hat mir bis Anfang Juni Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben, die ich wahrnehmen werde. Danach soll das noch laufende Verfahren abgeschlossen werden. Ich habe daraufhin erklärt, meinen Titel nicht mehr zu führen, unabhängig vom Ausgang des Verfahrens.“

Die Freie Universität kam offenbar zu dem Ergebnis, dass ihr der Doktortitel aberkannt werden muss.

Die Bundeskanzlerin hat Familienministerin Giffey für eine „gute und vertrauensvolle“ Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren gedankt. Giffey habe in ihrem Amt „wichtige und bleibende Fortschritte erreicht“, sagte die Bundeskanzlerin.

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